Projekt Lebensweg e.V.

Chronologie / Geschichte

Initiative

"Lebensgemeinschaften - Leben nach der Schulzeit"

Verein

"Projekt Lebensweg - Verein zur Förderung
des Lebens seelenpflegebedürftiger Menschen nach der Schulzeit"

 

2005/06

Es gab einen Verhandlungsmarathon mit der HLG, der schließlich doch zu einem guten Ende geführt hat: mit Hilfe der Software-AG-Stiftung konnte die Domäne erworben und am 1.Juli 2006 von der neu von den beiden Vereinen gegründeten "Stiftung Hofgut Oberfeld" übernommen werden.

 

2003/04

Die intensive Suche nach einem Standort führte zunächst nach Roßdorf zu einem von der Größe und Ausbaufähigkeit interessanten Objekt. Um die Verhandlungen mit dem Verkäufer besser führen zu können, wurde der Verein "Projekt Wohnhof Roßdorf" gegründet. Leider führten die Gespräche zu keinem positiven Ergebnis.

Angestoßen durch die "Initiative Domäne Oberfeld e.V."(IDO) kam das Oberfeld als möglicher Standort in den Blick. Gerne schloß sich der nun in "Projekt Lebensweg" umbenannte Verein der IDO an und gemeinsam verfolgten sie das Ziel, die Domäne Oberfeld von der Hessischen Landgesellschaft (HLG) zu erwerben.

Aufgrund der angespannten Finanzsituation der öffentlichen Hand und der Kostenträger LWV und HSM wurden die angestrebten Platzzahlen auf 24 Wohn- und 30 Arbeitsplätze reduziert. Diese sollen nun auf der Domäne Oberfeld geschaffen werden.

 

2001/02

Um die Ernsthaftigkeit ihres Anliegens, Arbeits- und Wohnplätze für ihre Söhne und Töchter zu schaffen, zu unterstreichen, gründeten die Eltern den Initiativkreis "Lebensgemeinschaften - Leben nach der Schulzeit". Vertreter dieses Kreises nahmen Kontakt auf zu den Behörden Landeswohlfahrtsverband (LWV) und Hessisches Sozialministerium (HSM), der Regionalkonferenz Darmstadt und Darmstadt-Dieburg des LWV, der Regionalkonferenz des "Verbandes für anthroposophische Heilpädagogik, Sozialtherapie und Soziale Arbeit" und dem Vorstand des Vereins "Lebensgemeinschaft Christophorus e.V., Trägerverein der Sozialtherapie an der Heydenmühle.

Außerdem wurde eine Umfrage in der Elternschaft der Christophorus-Schule durchgeführt um den aktuellen Bedarf an Plätzen festzustellen. Dies ergab einen auf mehrere Jahre hochgerechneten Bedarf an 36 Wohn- und 60 Arbeitsplätzen.

In vielen Sitzungen wurde an einem Konzept der Sozialtherapie gearbeitet. Im Mittelpunkt steht das anthroposophische Menschenbild, das den Menschen nicht durch seine von der Norm abweichenden Auffälligkeiten definiert, sondern durch seine unversehrte Seele, die gefördert und gepflegt werden muss, daher der Begriff "seelenpflegebedürftig".

Es soll eine stadtnahe Lebensgemeinschaft für Menschen mit geistigen Behinderungen entstehen. Am gemeinsamen Lebensort sollen Menschen mit und ohne Behinderung leben. Das Angebot an verschiedenen Wohnformen, vom stationären bis ambulant Betreuten Wohnen, soll die für den Einzelnen adäquate Lösung bieten, wobei ein Wechsel der Wohnform in beiden Richtungen möglich sein muss.

Das Arbeiten in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) soll den Einzelnen in seinen Fähigkeiten fördern und fordern. Dabei wird auf ein ganzheitliches Erleben, vom Rohstoff zum Endprodukt, wert gelegt.

Der heilsame Rhythmus der wiederkehrenden Tages-, Wochen- und Jahresabläufe ist wichtiger Bestandteil der anthroposophischen Sozialtherapie. Daneben stehen verschiedene Therapieformen, abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse des Betreuten. Angeboten werden u.a. rhythmische Massagen, Heileurythmie und Maltherapie.

Das soziale Miteinander wird gefördert durch gemeinsame Freizeitgestaltung, das Feiern der christlichen Feste im Jahresverlauf und die Teilnahme am kulturellen Leben der Stadt. So entsteht eine integrative Lebensgemeinschaft im gemeinsamen Leben und Arbeiten an einem Lebensort.

 

2000

Im Jahr 2000 trafen sich in mehreren Versammlungen Eltern der Christophorus-Schule (Integrative Schule auf Grundlage der anthroposophischen Heilpädagogik nach Rudolf Steiner), die die Notwendigkeit sahen, frühzeitig etwas für die Zukunft ihrer Kinder zu tun. Denn die einzige in der Nachbarschaft gelegene und von ehemaligen Eltern der Christophorus-Schule gegründete anthroposophische Erwachseneneinrichtung, die Heydenmühle in Otzberg-Lengfeld, war bereits belegt, d.h. dort können keine neuen Arbeits- und Wohnplätze entstehen.